Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten weltweit, und obwohl viele Fälle vermeidbar sind, ist das Verständnis der Risikofaktoren der erste Schritt zur Früherkennung und zum Schutz. Im Folgenden werden sieben wichtige Faktoren aufgeführt, die das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, erhöhen:
1. Alter (insbesondere über 50)
Das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, steigt nach dem 50. Lebensjahr deutlich an. Neuere Studien zeigen jedoch einen alarmierenden Anstieg der Fälle bei jüngeren Erwachsenen, der häufig mit Lebensstil und Ernährung zusammenhängt.
2. Familiengeschichte oder Genetik
Wenn ein Verwandter ersten Grades (Elternteil, Geschwister oder Kind) an Darmkrebs oder Darmpolypen erkrankt ist, kann sich Ihr Risiko verdoppeln oder sogar verdreifachen. Bestimmte Erbkrankheiten erhöhen das Risiko ebenfalls drastisch, wie zum Beispiel:
- Lynch-Syndrom
- Familiäre adenomatöse Polyposis (FAP)
- Diese genetischen Syndrome erfordern ein frühzeitiges und regelmäßiges Screening.
3. Ballaststoffarme und reich an verarbeiteten Lebensmitteln
Eine Ernährung reich an rotem Fleisch, verarbeiteten Fleischprodukten (wie Speck oder Würstchen), Fast Food und raffinierten Kohlenhydraten wird stark mit Darmkrebs in Verbindung gebracht.
Unterdessen mangelt es der Ernährung an Folgendem:
- Früchte
- Gemüse
- Vollkornprodukte
kann die Ballaststoffzufuhr verringern, die Verdauung verlangsamen und Entzündungen im Dickdarm verstärken.
4. Mangelnde körperliche Aktivität
Bewegungsmangel trägt zu einer langsameren Verdauung, verstärkten Entzündungen und einem höheren Körperfettanteil bei – all dies erhöht das Risiko für Darmkrebs. Regelmäßige körperliche Aktivität kann dieses Risiko senken, indem sie den Stoffwechsel und die Darmgesundheit verbessert.
5. Übergewicht und überschüssiges Körperfett
Übergewicht, insbesondere Fettansammlungen im Bauchbereich, ist mit einem deutlich erhöhten Risiko für Darmkrebs verbunden. Adipositas erhöht zudem das Risiko für aggressivere Krebsformen und einen ungünstigeren Krankheitsverlauf.
6. Rauchen und starker Alkoholkonsum

Tabak enthält krebserregende Stoffe, die in den Blutkreislauf gelangen und zahlreiche Organe, darunter den Dickdarm, schädigen.
Übermäßiger Alkoholkonsum (insbesondere mehr als zwei Getränke pro Tag) erhöht das Risiko, indem er Entzündungen fördert und die Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts schädigt.
7. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED)
- Bedingungen wie:
- Colitis ulcerosa
- Morbus Crohn
Sie verursachen eine langfristige Entzündung des Dickdarms. Diese chronische Reizung kann zu präkanzerösen Zellveränderungen und einem deutlich erhöhten Krebsrisiko führen.
Schlussbetrachtung
Während einige Risikofaktoren wie Alter und genetische Veranlagung außerhalb Ihrer Kontrolle liegen, können andere – wie Ernährung, Bewegung und Lebensstil – verbessert werden, um Ihr Risiko für Darmkrebs zu senken. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, insbesondere für Menschen mit erhöhtem Risiko, sind nach wie vor eines der wirksamsten Mittel zur Prävention und Früherkennung.




