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Eines Tages ging eine alte Dame zum Arzt. Eines Tages ging eine alte Dame zum Arzt, weil sie Juckreiz im Schritt hatte.

Eines Tages ging eine alte Dame zum Arzt, weil sie Juckreiz im Schritt hatte. Sie schilderte ihm ihr Problem, und er sagte: „Sie haben Filzläuse.“ Sie erklärte ihm, dass es unmöglich Filzläuse sein könnten, da sie eine achtzigjährige Jungfrau sei. Sie ging zu einem anderen Arzt und erklärte ihm ihr Problem. Der Arzt sagte: „Sie haben wahrscheinlich Filzläuse.“ „Nein“, sagte sie, „ich bin eine achtzigjährige Jungfrau.“ Frustriert ging sie zu einem dritten Arzt. Sie sagte: „Doktor, können Sie mir helfen? Ich habe Juckreiz im Schritt. Sagen Sie mir nicht, dass es Filzläuse sind, denn ich bin eine achtzigjährige Jungfrau. Es kann nicht Filzläuse sein.“ Der Arzt sagte: „Kommen Sie auf den Tisch, wir sehen uns das mal an.“ Nach der Untersuchung verkündete der Arzt … Ich hatte dieses Ende überhaupt nicht erwartet.

Sie kam mit ihrer Handtasche, die sie wie eine Rüstung umklammerte, in der Klinik an, bereit, verspottet zu werden. Zwei Ärzte hatten sie zur Witzfigur degradiert und „Krokokken“ diagnostiziert, noch bevor sie ihr in die Augen sahen. Jedes Mal, wenn sie beteuerte, eine achtzigjährige Jungfrau zu sein, grinsten sie höhnisch, verschrieben ihr Salben und drängten sie hinaus, sodass der Juckreiz – und die Demütigung – nur noch schlimmer wurden.

Der dritte Arzt tat etwas Ungewöhnliches: Er hörte zu. Er stellte Fragen, untersuchte sie sorgfältig und behandelte sie nicht wie einen Witzbold, sondern als eine Frau, die ihr Leben lang über ihren eigenen Körper geschwiegen hatte. Seine Diagnose war banal, leicht zu behandeln und ganz anders als die der anderen. Doch was alles veränderte, war der Respekt in seiner Stimme, die schlichte Würde, ernst genommen zu werden. Sie ging mit mehr als nur Medikamenten. Zum ersten Mal spürte sie, dass ihr Alter weder ihre Menschlichkeit, noch ihre Geschichte oder ihr Recht, ernst genommen zu werden, auslöschte.

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