
Ein tschechischer Überlebender, der von der US-Armee im Lager Buchenwald in Deutschland befreit wurde, identifizierte einen ehemaligen Wächter, der Gefangene brutal schlug. 14. April 1945. Kolorierte Version.
Das Foto zeigt einen tschechischen politischen Häftling, der einen SS-Angehörigen identifiziert. Laut der Website des Buchenwalder Lagermuseums lautet die Bildbeschreibung:
„Zdének Syrovátka, ein tschechischer politischer Häftling, identifiziert einen SS-Angehörigen aus Wansleben, einem Außenlager von Buchenwald. Foto: Harold M. Roberts, US Signal Corps, 14. April 1945.“
Das Bild ist eindrucksvoll, weil es einen Moment der historischen Aufarbeitung einfängt. Der erhobene Finger des Häftlings steht symbolisch für die Benennung von Verantwortlichen und für den Versuch, Gerechtigkeit herzustellen.
Der Wachmann trägt ein Abzeichen, das wie ein kaiserliches Verwundetenabzeichen aus dem Ersten Weltkrieg aussieht. Die schwarze Variante (3. Klasse, Eisen) wurde an Soldaten verliehen, die ein- oder zweimal verwundet wurden oder im Dienst Erfrierungen erlitten hatten.
Buchenwald war eines der größten Lager in Deutschland. Während des Zweiten Weltkriegs wurden dort Menschen verschiedener Nationalitäten inhaftiert, darunter politische Gefangene, Polen und Russen. Viele von ihnen mussten Zwangsarbeit in nahegelegenen Betrieben leisten.

Nach der Kristallnacht gab es etwa 18.000 Häftlinge, am Vorabend des Krieges 11.000, Ende 1944 63.000 und im Februar 1945, als Buchenwald zum Zielort für einige der aus Auschwitz zwangsevakuierten Häftlinge wurde, waren es 86.000.
Obwohl es keine Gaskammern gab, starben jeden Monat Hunderte an Krankheiten, Unterernährung, Erschöpfung, Schlägen und Hinrichtungen.
Aus den Lagerunterlagen geht hervor, dass während der gesamten Dauer des KZ Buchenwald rund 240.000 Häftlinge aus mindestens 30 Ländern inhaftiert waren. Mindestens 10.000 wurden in Vernichtungslager deportiert, und rund 43.000 Menschen starben im Lager.