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Der seltene und ungewöhnliche sexuelle Fetisch Vorarephelie ist auf dem Vormarsch

Ein Experte hat eine Warnung ausgesprochen, nachdem ein seltener und ungewöhnlicher sexueller Fetisch bei jüngeren Menschen auf ein stark gestiegenes Interesse gestoßen ist.

Vorarephilie, kurz „Vore“, beschreibt den erotischen Wunsch, einen anderen Menschen oder ein anderes Lebewesen zu verschlingen oder von ihm verschlungen zu werden. Im Wesentlichen handelt es sich um eine sexuelle Faszination für das vollständige Verschlucken.

Mit wachsender Neugierde offenbaren immer mehr Menschen ihre Vore-Fantasien in Nischenforen und Subreddits im Internet. Die Sexual- und Beziehungsexpertin Hope Flynn erklärt gegenüber der Daily Mail , dass jeder, der Vore in seinem Sexualleben auslebt, „offen kommunizieren, Einvernehmen herstellen und verantwortungsbewusst handeln“ müsse.

Eine Studie unter der Leitung der Sexual- und Beziehungsexpertin Rachel Thompson zeigt, dass die Google-Suchanfragen nach Vore und Vorarephilie in den letzten fünf Jahren um 26 % gestiegen sind. Laut LadBible analysierte Thompson in ihrer Studie, die in Zusammenarbeit mit der sexpositiven Plattform Sensuali durchgeführt wurde, 160 Millionen Suchanfragen, um den Anstieg und Rückgang von über 100 BDSM-Begriffen in diesem Zeitraum zu verfolgen .

Laut einem Fallbericht in der National Library of Medicine ist Vore „eine selten auftretende Paraphilie, die durch den erotischen Wunsch gekennzeichnet ist, eine andere Person oder Kreatur zu verschlingen oder von ihr verschlungen zu werden“, typischerweise durch das Verschlucken im Ganzen. Daten zu diesem Fetisch sind begrenzt, aber die berichteten Fantasien decken sich tendenziell mit „grundlegenden vorarephilen Interessen“. Diese Fantasien werden oft online in Form von Texten, Illustrationen oder Rollenspielen innerhalb der Community ausgetauscht.

In einem mittlerweile gelöschten Reddit-Beitrag haben Nutzer offen über ihre Vorarephilie und sogar Kannibalismusfantasien gesprochen. Ein Mann gab zu, sich danach gesehnt zu haben, seine Freundin zu „essen“ und zu „beißen“, und stellte klar, dass sein anfängliches Interesse „Soft Vore“ war, also Fantasiespiele, bei denen kein Schaden entsteht. Mit der Zeit, so sagte er, hätten sich seine Gedanken hin zu „Hard Vore“ verlagert, was gewalttätigere Impulse beinhaltet, obwohl er betonte, dass er diese niemals im realen Leben ausleben würde.

Mann und Frau. Bildnachweis / Shutterstock
Bildnachweis: Shutterstock

Beim Soft Vore wird die Vorstellung, lebendig, aber unverletzt verspeist zu werden, sexuell erregt, während Hard Vore gewalttätige Impulse ohne sexuelle Motivation beinhalten kann. Der Mann beschrieb, wie er sich impulsiv selbst biss (in Daumen, Hand und Unterarm), nicht aus sexuellem Motiv, sondern aufgrund eines intensiven, animalischen Lustgefühls. Er gab zu, zunehmend die Kontrolle zu verlieren, bekräftigte aber seine Absicht, niemandem weh zu tun. Reddit-Nutzer gaben daraufhin Tipps zum Umgang mit solchen Impulsen, wie Atemübungen oder Kaugummikauen.

Die Ursprünge von Vore-Fantasien sind vielfältig. Manche Nutzer führen ihr Interesse auf Kindheitserlebnisse, Märchen oder Zeichentrickfilme zurück, in denen Figuren gefressen werden, während andere von Riesen oder Schlangen fasziniert sind, die ihre Beute im Ganzen verschlingen. Jemand erinnerte sich an eine Übernachtungsparty in der Kindheit, die durch den Nervenkitzel enger, begrenzter Räume seine Vorliebe für Vore entfachte.

Flynn erklärt, dass Vore reine Fantasie sei und keinen realen Schaden beinhalte. Die Beteiligten können sich durch Geschichten, Kunst, Rollenspiele oder Online-Communities ausdrücken. „Diese Communities erleichtern es den Menschen, ihre Interessen zu entdecken und zu erforschen“, sagte sie. Auch die Popkultur spielt eine Rolle: Serien und Filme, die Vampire romantisieren oder Kannibalismus thematisieren, können solche Fantasien in einem fiktiven Kontext normalisieren.

Trotz des wachsenden Interesses betont Flynn, dass Vore nach wie vor ein Nischenfetisch ist. Aufgrund seiner kontroversen Natur (schließlich ist die Fantasie, jemanden zu essen oder von ihm gegessen zu werden, alles andere als Mainstream) ist die Community eng verbunden. Die Meinungen gehen weit auseinander, und der Fetisch ist in der breiten Öffentlichkeit immer noch wenig bekannt.

Letztendlich, sagt sie, ist Vore eine persönliche Angelegenheit: „Manche Menschen finden es ansprechend, manche nicht. Am wichtigsten ist es, respektvoll zu sein, die Zustimmung sicherzustellen und verantwortungsbewusst zu handeln, wenn man erotische Interessen auslebt.“

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