Der Reichstag war mit Graffiti bedeckt, nachdem er 1945 von der Roten Armee von den Nazis erobert worden war.
Der Reichstag war mit russischen Graffiti bedeckt, nachdem ihn die Rote Armee den Nazis entrissen hatte.
Nachdem sie im Mai 1945 den Reichstag erobert und ihre Flagge auf dem Dach gehisst hatten, hinterließen die sowjetischen Soldaten auch auf andere Weise ihre Spuren: Sie schrieben ihre Namen, Gefühle, Gedanken und Heimatstädte an die Wände des berühmten Gebäudes.
Sie sind in kyrillischer Schrift verfasst und enthalten Slogans wie „Hitler kaputt“ und Namen einzelner Soldaten. Die meisten Aufschriften lauten lediglich „Von [Russischer Stadt] nach Berlin“ oder „[Russischer Stadt] – Berlin“ mit einem Namen oder „Kilroyski war hier“.
Auf dem Sockel der rechten Säule, direkt über dem Kopf der Statue, steht „Von Moskau nach Berlin, Major Jakowlew“. Auf der linken Säule steht im Kreis mit dem Stern „Von Leningrad nach Berlin“ mit einem Nachnamen.
Nach dem Krieg blieb der Reichstag leer, während der westdeutsche Reichstag in Bonn und der ostdeutsche Reichstag in Ost-Berlin untergebracht waren. In den 1960er Jahren wurde das Gebäude renoviert, wobei ein Großteil der ursprünglichen Architektur zerstört wurde. Nach der Wiedervereinigung 1990 beschloss der Deutsche Bundestag, von Bonn zurück nach Berlin zu ziehen.
Sowjetische Truppen beschmierten den Reichstag nach der Einnahme Berlins im Jahr 1945 mit Graffiti.
Beim abschließenden Wiederaufbau wurde das Gebäude zunächst bis auf die Außenmauern nahezu vollständig entkernt, inklusive aller von Baumgarten in den 1960er Jahren vorgenommenen Veränderungen.
Der Respekt vor den historischen Aspekten des Gebäudes war eine der Auflagen an die Architekten, so dass Spuren historischer Ereignisse sichtbar erhalten bleiben sollten.
Darunter befanden sich Graffiti, die sowjetische Soldaten nach der letzten Schlacht um Berlin im April und Mai 1945 hinterlassen hatten. Graffiti mit rassistischen oder sexistischen Motiven wurden jedoch im Einvernehmen mit den damaligen russischen Diplomaten entfernt.
Sie sind in kyrillischer Schrift verfasst und enthalten Parolen wie „Hitler kaputt“ und die Namen einzelner Soldaten.
Noch heute können Besucher des Gebäudes sowjetische Graffiti an den verrauchten Wänden im Inneren sowie auf einem Teil des Daches sehen, der beim Wiederaufbau nach der Wiedervereinigung erhalten blieb.