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Arzt warnt, nachdem sich ein Mann Sperma injiziert hatte, um „Rückenschmerzen zu heilen“.

Dass ein Arzt davor warnt, sich selbst Sperma zu injizieren, war nicht gerade das, worüber ich diese Woche schreiben wollte, aber nun ist es so.

Falls es Ihnen noch nicht aufgefallen ist: Die Welt ist ein Ort ständig wechselnder Trends und Moden, die sich dank des Einflusses der sozialen Medien und des Internets insgesamt leichter denn je verbreiten.

Im Laufe der Jahre haben wir einige ziemlich absonderliche Trends erlebt. Wir haben Verrücktes, Komisches, Gefährliches und schlichtweg Unglaubliches gesehen. Was wir aber – zumindest bis jetzt – noch nicht gesehen haben, ist eine Warnung davor, sich selbst Sperma zu injizieren.

Wer in den USA schon einmal medizinische Hilfe in Anspruch genommen hat, weiß, wie horrend teuer das werden kann. Hervorragende Krankenversicherungen und Crowdfunding können zwar einiges bewirken, aber es ist kaum verwunderlich, dass manche Menschen auf experimentelle Behandlungsmethoden zurückgreifen, die sie selbst zu Hause durchführen können, anstatt ein Gesundheitssystem zu nutzen, das sie finanziell ruinieren könnte.

Was den Fall, über den wir gleich sprechen werden, aber noch bizarrer macht, ist die Tatsache, dass er sich nicht in den USA ereignet hat. Vielmehr geht es um einen Mann aus Irland, wo – soweit ich weiß – die Gesundheitsversorgung keinen Cent mehr kostet als die Steuern, die dafür aufgewendet werden.

Nachdem der Mann erhebliche Rückenschmerzen hatte, beschloss er, sich selbst mit… Sperma zu injizieren.

Stockfoto – Bildnachweis: Shutterstock

Schließlich landete er mit „starken, plötzlich aufgetretenen Schmerzen im unteren Rückenbereich“ im Krankenhaus, und dort erfuhren die Ärzte, dass er sich seit 18 Monaten selbst medikamentös behandelt hatte.

Bei der Untersuchung des Patienten stellten sie fest, dass sein Arm gerötet und geschwollen war. Eine anschließende Röntgenaufnahme zeigte eine Ansammlung von Samenflüssigkeit in dem Muskel, in den er injiziert hatte.

Berichten zufolge wurde bei dem Mann ein subkutanes Emphysem diagnostiziert, eine Erkrankung, bei der sich Luft unter der Haut ansammelt. Er musste daher vor seiner Entlassung wegen Rücken- und Armproblemen ärztlich behandelt werden.

Ein Arzt, Dr. Asim Cheema, Spezialist für Innere Medizin und Kardiologie bei  Your Doctors Online , bezeichnete den Fall als „zutiefst besorgniserregend“.

Im Gespräch mit dem Online-Medium UNILAD erklärte Dr. Cheema: „Dies ist ein zutiefst besorgniserregendes Beispiel dafür, wie Fehlinformationen und Verzweiflung Menschen dazu bringen können, extreme und gefährliche Maßnahmen zu ergreifen, um chronische Schmerzen zu lindern.“

Stockfoto – Bildnachweis: Shutterstock

Das Injizieren nicht steriler Körperflüssigkeiten wie Sperma, insbesondere ohne ärztliche Aufsicht, ist nicht nur wirkungslos, sondern birgt auch ernsthafte Gesundheitsrisiken. Zu den Komplikationen können Infektionen, Entzündungen, Embolien und subkutanes Emphysem gehören, wie in diesem Fall beobachtet.

„Dieses Verhalten grenzt an Selbstverletzung und verdeutlicht ein größeres Problem: Menschen mit chronischen Erkrankungen greifen zunehmend auf unbestätigte, anekdotische Heilmittel aus dem Internet zurück, anstatt evidenzbasierte medizinische Versorgung in Anspruch zu nehmen.“

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