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Drei Verurteilte befanden sich auf dem Weg ins Gefängnis.

Drei Männer auf dem Weg ins Gefängnis versuchen, die Langeweile mit dem einen Gegenstand zu vertreiben, den sie mitnehmen dürfen. Einer klammert sich an ein Kartenspiel und verspricht endlose Partien, um sich die Zeit zu vertreiben. Ein anderer träumt davon, sich durch Malerei eine neue Identität zu schaffen und sich hinter Gittern zur Legende zu machen. Dann enthüllt der dritte seelenruhig eine Packung Tampons – nicht etwa wegen ihres eigentlichen Zwecks, sondern wegen des absurden Versprechens auf der Verpackung: Freiheit, Bewegung, Abenteuer. In diesem trostlosen Bus öffnet sein Witz kurzzeitig die Tür zu einer Welt jenseits des Stacheldrahts.

Später, im dunklen Summen des Zellentraktes, wird Humor zu einer eigenen Geheimsprache. Die Alten haben ganze Witze auf Zahlen reduziert – ein Beweis dafür, dass sie sie schon zu oft erzählt haben, als dass ihnen die Worte noch etwas lieb sind. Als der neue Häftling „neunundzwanzig“ ruft, erfindet er versehentlich etwas, das sie noch nie gehört haben. Gelächter bricht aus, nicht nur über den Witz selbst, sondern über das Wunder, dass selbst hier noch etwas Neues entstehen kann.

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