Die Zahl der Opfer eines schweren Unfalls auf der BR-230 ist nach einer Kollision zwischen einem Pickup-Truck und einem Sattelzug auf 21 gestiegen.


Bei einem schweren Unfall am Montagmorgen auf der BR-230 nahe der Stadt Soledade in der Region Agreste von Paraíba kamen 21 Menschen ums Leben und wurden verletzt. Laut Angaben der Feuerwehr und der Bundesstraßenpolizei (PRF) waren mehrere Fahrzeuge beteiligt. Fünf Menschen starben sofort, 15 weitere wurden verletzt, darunter ein Kind. Der Aufprall war so heftig, dass Rettungskräfte stundenlang im Einsatz waren, um die Opfer zu bergen und den Verkehr auf der Autobahn wieder freizugeben.
Ersten Berichten zufolge kollidierte ein Pickup frontal mit einem Sattelzug, der Lebensmittel und Küchenutensilien transportierte. Durch die Wucht des Aufpralls kippte der Sattelzug um, und weitere Fahrzeuge dahinter wurden in den Unfall verwickelt. Die Ladung verteilte sich auf der Fahrbahn, was die Rettungsarbeiten zusätzlich behinderte und zu Verkehrsbehinderungen sowie einer weitgehenden Sperrung der Autobahn am Vormittag führte.
Einsatzkräfte des mobilen Rettungsdienstes (SAMU), der Feuerwehr und der Bundesstraßenpolizei (PRF) wurden zum Unfallort gerufen und fanden dort Opfer unter den Trümmern und völlig zerstörte Fahrzeuge vor. Für die Rettungsaktion waren Spezialwerkzeuge und die Unterstützung von Rettungswagen aus Campina Grande und Patos erforderlich.
Das Notfall- und Traumazentrum von Campina Grande bestätigte die Aufnahme von acht Schwerverletzten, während weitere in Gesundheitseinrichtungen in Soledade und Juazeirinho verlegt wurden. Unter den Verletzten liegen Berichte über Mehrfachverletzungen, offene Frakturen und innere Verletzungen vor.
Der Delegierte Thales Truta, der die ersten Maßnahmen am Unfallort leitete, berichtete, dass die Kollision zwischen dem Pickup und dem Sattelzug möglicherweise durch ein Überfahren der Gegenfahrbahn verursacht wurde. Er betonte jedoch, dass die Schwere des Unfalls auch durch die hohe Geschwindigkeit und das starke Verkehrsaufkommen in diesem Straßenabschnitt verschärft wurde.
„Es handelt sich um einen der schwersten Unfälle, die sich in den letzten Jahren in der Region ereignet haben. Wir werten noch Spuren auf der Fahrbahn und Zeugenaussagen aus, um den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren“, erklärte er.
Das forensische Team wurde hinzugezogen und wird voraussichtlich in den kommenden Tagen einen offiziellen Bericht zu den Unfallursachen vorlegen. Kriminalbeamter Lucas dos Santos von der Polizeistation Soledade betonte, dass Hypothesen wie überhöhte Geschwindigkeit, Müdigkeit des Fahrers oder ein technischer Defekt nicht ausgeschlossen werden.
Den ganzen Vormittag über war die BR-230 wegen Fahrzeugbergung und Straßenreinigung vollständig gesperrt. Die Straße wurde nach und nach wieder freigegeben, nachdem die verstreute Ladung beseitigt worden war.
Die Tragödie unterstreicht erneut die Notwendigkeit erhöhter Vorsicht auf brasilianischen Autobahnen, insbesondere auf Abschnitten mit hohem Lkw- und Güterverkehr. Experten betonen, dass die ordnungsgemäße Wartung der Fahrzeuge, die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen und die Vermeidung von Fahrermüdigkeit grundlegend sind, um solche Unfälle künftig zu verhindern.
Die Ermittlungen dauern an.




